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Kunst im Haus Erftaue - Vom Wind gemalte Bilder

Christa Schmidt

Christa Schmidt

Die Kölner Künstlerin Christa Schmidt stellt unter dem Motto "Zeit-Kreise" Fotografien aus, die sie während ihrer Reisen in den Osttiroler Alpen in einer Dünenlandschaft am Mittelmeer aufgenommen hat.

Sie gibt ihren Bildern keine Titel, weil sie Fantasie, Gefühle und Gedanken der Betrachter zu einer kreativen Zwiesprache anregen möchte. Ihre "Holzbilder" zeigen Querschnitte durch Rundhölzer, mit denen zahlreiche Hütten, von denen viele weit über 200 Jahre alt sind, errichtet wurden, Die sichtbaren Kreise mit ihren verschiedenen Strukturen und dem nuancierten Farbspiel zeigen die Jahresringe. Sie bewahren die Lebensgeschichte der einzelnen Bäume und den wechselvollen Gang der Zeit.

Dagegen weisen die vom Wind gemalten Bilder mit ihren Spuren im Sand auf die Vergänglichkeit hin. Die Muster im Sand wechseln jeweils nach der Richtung, aus der der Wind weht und die Binsenhalme bewegt. Sie zeichnen regelmäßige wie auch eingeordnete Linien in den Sand, die sich stetig verändernde Licht- und Schattenfiguren entstehen und vergehen lassen. Die Auswahl der Motive bildet somit einen Spannungsbogen zwischen "Bewahren" und "Verändern". Die Fotografien sind daher als Sinnbild für das Leben des Menschen anzusehen und regen zur Meditation im Raum der Stille ein, in den sich Hospizgäste und Besucher zurückziehen können.

Die Ausstellung, die am 04. Mai beginnt, dauert bis Mitte Juni und ist täglich von 15.00 - 18.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Erftstadt, April 2012


Haus Erftaue eine unverzichtbare Einrichtung
- Bilanz 2011 -

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Das stationäre Hospiz "Haus Erftaue" hat sich, wie die neuesten statistischen Zahlen belegen, zu einer integralen und unverzichtbaren Einrichtung im Gesundheitssystem des Rhein-Erft-Kreises entwickelt. So stieg die Belegungsrate seit 2006 kontinuierlich von knapp 60 % auf 93 % im Jahre 2011. Sie erreichte damit die Kapazitätsgrenze, bei der noch eine der hospizlichen Leitidee entsprechende ganzheitliche Betreuung der Gäste in ihrer letzten Lebensphase möglich ist.

In den fünfeinhalb Jahren bis zum Jahresende 2011 beherbergte Haus Erftaue 481 Gäste. Der aktuelle Stand zum 15. April 2012 liegt bei 503 Gästen. Hierbei sind nicht die Anfragen berücksichtigt, die alleine in 2011 auf 175 angestiegen sind und sich damit auf insgesamt 765 seit 2006 erhöht haben. Alle diese Zahlenangaben haben einen realen Bezug zu individuellen Lebensläufen. Sie lassen daher darauf schließen, dass die Bevölkerung, die niedergelassenen Ärzte, die ambulanten Pflegedienste und stationären Einrichtungen im Gesundheitswesen unserer Region Haus Erftaue angenommen haben. Diese Annahme bestätigen die statistischen Unterlagen. Danach initiierten Krankenhäuser und andere stationäre Einrichtungen zu 54,8 % und Angehörige zu 22,6 % die Einweisung von Hospizgästen, gefolgt von Haus- und Fachärzten mit 17,8 % sowie den verschiedenen sozialen Pflegediensten mit 4,8 %.

Das Einzugsgebiet von Haus Erftaue weist innerhalb des Kreisgebietes und der angrenzenden Regionen jährliche prozentuale Abweichungen auf, trotzdem lässt die Gästestatistik mittlerweile eine deutliche Entwicklungstendenz erkennen. Rund 77 % der Hospizgäste kamen aus dem Rhein-Erft-Kreis. Sieht man von Frechen mit 1,3 % und Pulheim mit 1,9 % ab, kommen die meisten Gäste aus Erftstadt mit 34 %, gefolgt von Brühl mit 11,5 % und Kerpen mit 9,3 %. Es schließen sich Hürth (7,9 %), Bedburg-Bergheim (7,5 %) und Wesseling (3,3 %) an. Der prozentuale Anteil der Gäste aus Köln betrug 5,5 % und der der Gäste aus der an das südliche Kreisgebiet angrenzenden Region lag bei 17,4 %. Eine detaillierte Gesamtanalyse der statistischen Daten lässt nach der Eröffnung eines stationären Hospiz in Euskirchen einen deutlichen Rückgang der Belegungsrate von Haus Erftaue nicht erwarten, zumal schon bisher zwischen den verschiedenen stationären hospizlich-palliativen Einrichtungen im Kreisgebiet und den Nachbarregionen eine erfolgreich praktizierte Kooperation bestand und weiterhin bestehen wird.

Die Altersstruktur der Hospizgäste wich in 2011 in zwei Altergruppen deutliche Abweichungen gegenüber den Vorjahren ab. So verdreifachte sich etwa der prozentuale Anteil der Altersgruppe von 31 - 49 Jahre in 2011 auf 13,1 %. Dagegen nahm er deutlich in der Altersgruppe von 70 - 79 Jahren auf 35,7 % ab, während er in der der 50 - 69 jährigen mit 27,4 % und in der der über 80 jährigen mit 23,8 % fast gleich blieb.

Zur krankenpflegerischen und palliativ-care Betreuung sind 14 Pflegefachkräfte - das entspricht 8 Vollzeitkräften - unter der Leitung von Verena Tophofen im Haus Erftaue tätig. Neben einer mehrjährigen Erfahrung im krankenpflegerischen Bereich verfügen alle über eine zusätzliche "Palliativ-Care-Ausbildung" und nehmen regelmäßig an Fortbildungskursen teil. Ihre fachliche Qualifikation und ihr überdurchschnittliches Engagement haben ganz wesentlich zu dem guten Ruf, den Haus Erftaue auch über die Kreisgrenzen hinaus genießt, beigetragen. Sie wurden in 2011 von einer hauswirtschaftlichen Fachkraft und zeitweise von Schülerinnen, die ein Praktikum während ihrer krankenpflegerischen Ausbildung absolvieren, unterstützt. Dies weist auf eine gute Vernetzung von Haus Erftaue zu den Ausbildungseinrichtungen im Gesundheitswesen hin. Eine solche Vernetzung ist im Palliativbereich außerordentlich wichtig und aufgrund der Mitgliedschaft im "Palliativ-Netzwerk Südlicher Erftkreis e.V.", gegeben. Hierdurch wird sichergestellt, dass qualifizierte Palliativärztinnen für die Hospizgäste täglich 24 Stunden einsatzbereit sind. Sie sind daher eine unverzichtbare fachliche Unterstützung für das Pflegefachteam. Das gilt in ähnlicherweise für die im Netzwerk eingebundene Kronenapotheke, die täglich einen 24-Stunden-Service für Haus Erftaue aufrecht erhält. Auf diese Weise wird den Gästen im Haus Erftaue im medizinischen und kranken- wie schmerzpflegerischem Bereich ein "Full-Service" geboten.

Ergänzt wird dieses Dienstleistungsangebot durch ehrenamtliches Engagement, das ein essentieller Bestandsteil eines ganzheitlich ausgerichteten Fürsorgekonzeptes ist. Ehrenamtliche übernehmen dabei die spirituelle und psycho-soziale Begleitung unserer Hospizgäste. Die 34 HospizmitarbeiterInnen der "Ehrenamtler-Gruppe-Haus-Erftaue" unter der Leitung von Birgit Mertens leisteten in 2011 alleine über 3.300 Einsatzstunden. In Geldwert umgerechnet erbrachten sie damit eine Jahresleistung von mehr als 2 Vollzeitkräften. Seit der Eröffnung von Haus Erftaue haben sich diese Einsatzstunden bis zum 31. März d. J. auf rund 15.500 Stunden erhöht. Nicht zu vergessen sind ferner die häufigen Auftritte von Chören und die Besuche von Tollitäten sowie Jugendgruppen. Während die ersteren unsere Gäste und deren Besucher mit ihren Darbietungen erfreuen, tun dies die letzteren mit Waffeln backen und der Zubereitung von Lieblingsgerichten der Hospizgäste. Ebenfalls sind auch die Künstlerinnen und Künstler zu erwähnen, die in Wechselausstellungen mit ihren Bildern zur wohnlichen Atmosphäre im stationären Hospiz beitragen. Insgesamt fanden bisher 26 Ausstellungen statt, an denen 36 Kunstschaffende teilnahmen.

Der Dank der Angehörigen unserer Hospizgäste für diese umfassende Betreuung zeigt sich oft in Spenden, die sie Haus Erftaue zukommen lassen. Zusammen mit weiteren Spendern aus unterschiedlichen Anlässen (wie z.B. Jubiläen, Geburtstagen oder Benefizveranstaltungen) gingen auf dem Hospizfondkonto im Jahre 2011 rund 55.000,- Euro ein.

Ein großer Teil war zweckgebunden für die Beschaffung von Geräten und Gegenständen zur Ausstattung der Räumlichkeiten oder Mobilitätserleichterung. So war es auch möglich, den Balkon mit einer gläsernen Windschutzwand, einer Markise und einer neuen Bepflanzungsgestaltung zu einem zweiten gemeinschaftlichen Wohnraum auszubauen, den Gäste und Besucher in diesem Frühjahr schon ausgiebig nutzten. Ein Teil der Spenden wird auch für die Finanzierung der gesetzlich festgeschriebenen 10 %igen Eigenleistung zum Pflegesatz, die der Träger des Hospiz aufbringen muss, aufgewendet. Das bedeutet, dass Haus Erftaue auf Spenden angewiesen ist. Gleiches gilt auch in Bezug auf ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die weiterhin benötigt und gesucht werden.

Die erfolgreiche Entwicklung, die Haus Erftaue in den sechs Jahren seit der Eröffnung genommen hat, stimmt hoffnungsfroh. Für die Menschen im Rhein-Erft-Kreis konnte ein hospizlich-palliatives Netzwerk aufgebaut werden, das neben der ambulanten auch eine stationäre Betreuung für die Betroffenen anbietet. Letztere bietet ihnen während ihres Aufenthaltes ein ganzheitlich ausgerichtetes Fürsorgekonzept und lässt sie am gesellschaftlichen Leben in einer Wohlfühlatmosphäre bis zuletzt teilnehmen.

Erftstadt, April 2012
Wilhelm Baier


Einladung zur Gedenkfeier

Foto - dargestellt wird eine Gedenkfeier in der Kapelle - zu sehen ist der Altar und ein im Vordergrund stehender Tisch mit vielen Teelichtern

So, wie kein Regentropfen verloren geht, sondern sich nur in seiner Konsistenz wandelt, so gehen auch wir Menschen nie ganz, wenn wir sterben. Jeder Mensch hinterlässt seine ganz eigene Spur, so individuell, wie er auch im Leben ein einzigartiger, unverwechselbarer Mensch war.

Diese Spuren wollen wir, die haupt- und ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen und Hospizmitarbeiter aufgreifen und laden dazu alle Angehörigen und Nahestehenden unserer Verstorbenen ein.

Die nächste Gedenkfeier findet am 5. Mai 2012 um 14:30 Uhr in der Kapelle am Marien-Hospital Erftstadt statt. In dieser ökumenischen Feier werden wir uns an die Menschen erinnern, die in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis 15. März 2012 in unserem Hospiz Haus Erftaue verstorben sind.

Im Anschluss an die Gedenkfeier gibt es Gelegenheit zu Gespräch und Austausch bei einem kleinen Imbiss in den Räumen des Hospizes. (um Anmeldung bis zum 18. April 2012 wird gebeten)

Der Termin für die nächste Gedenkfeier wird ca. 2-3 Monate vorher angekündigt.


Neue Kunstausstellung im Haus Erftaue

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Am 4. April 2012 um 14.00 Uhr eröffnen mit einer Vernissage die Künstlerinnen Dagmar Glauch und Susanne Kuhl eine gemeinsame Ausstellung im Hospiz Haus Erftaue in Erftstadt-Frauenthal. Sie stellen dort Bilder und Fotografien aus.

Dagmar Glauch (1955 in Neuwied geboren) lebt seit fast 30 Jahren in ihrer Wahlheimat Köln. Zwei große Leidenschaften prägen ihr Leben; Menschen und die kreative Umsetzung künstlerischer Ideen. Seit Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit der Malerei. Ihre Bilder spiegeln die bunte Vielfalt des Lebens wider, ihr Stil wird als expressiv, schwungvoll, mutig und dynamisch, verbunden mit einem guten Farbgefühl bezeichnet. So prallen kräftige Farbkontraste aufeinander, Romantik trifft auf malerische Expressionen und alles verbindet sich in harmonischen Gegensätzen. Die Ausstellung in Erftstadt zeigt einen Querschnitt ihrer Arbeiten.

Susanne Kuhl (1959 in Köln geboren) Mit offenen Augen durch die Welt gehen - die Fotografie ist seit vielen Jahren zu einer ganz großen Leidenschaft von Susanne Kuhl geworden. Neben ihrer Tätigkeit als Mediengestalterin, ist es ein weiteres Mittel für sie, sich visuell auszudrücken und mitzuteilen. Ständig auf der Spurensuche macht sie die kleinen und unscheinbaren Dinge sichtbar und stellt sie in den Vordergrund. Vergessene, verlassene Orte mit ihrer besonderen Atmosphäre reizen sie ebenso, wie das komplexe Spiel mit Licht und Schatten. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Bilder liegt in der Fotografie von Landschaften und Natur.

Die Fotografien der Ausstellung stehen unter dem Motto "Der letzte Hafen". Sie fotografierte auf einem Schiffsfriedhof in der Bretagne. In sichtbarer Nähe der Hafenstadt Douarnenez liegen hier alte Fischerboote und verfallen dort. Es wirkt wie eine Würdigung an die alten Holzschiffe, die im Dienst der Menschheit standen und nicht abgewrackt werden, sondern langsam zur Natur zurückkehren. Farbenfrohe und detaillierte Fotos spiegeln die Schönheit des Verfalls wider.

Die Ausstellung ist vom 04. März 2012 bis Ende April 2012 täglich von 15.00 - 18.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Erftstadt, Februar 2012


Franklin I besucht Haus Erftaue

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Nachdem der Frauenchor Lechenich von 1983 am letzten Sonntag im Haus Erftaue die karnevalistischen Festtage angesungen hat, besuchte der Kinderprinz der LNZ, Franklin I, die Hospizgäste und das Pflegeteam im jahreszeitlich geschmückten Gemeinschaftsraum.

Mit einer gereimten Rede stellte er sich und sein Sessionsmotto vor. Er begeisterte damit die Anwesenden. Alle waren über seinen Besuch sehr erfreut. Während Karnevalslieder im Hintergrund erklangen, schenkte er jeden Hospizgast, verbunden mit aufmunternden Worten, eine Rose. Sie fühlten sich von ihm geehrt und so einige Freudentränen flossen. Franklin I nutzte darüber hinaus seinen Besuch und ließ sich die Räumlichkeiten von Haus Erftaue zeigen.

Erftstadt, Februar 2012 Foto Foto


Weihnachtsgeschenk für Haus Erftaue

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Wie in jedem Jahr verkaufte die Familie Fassbender-Briem auch in der jüngsten Adventszeit, neben den verschiedenen landwirtschaftlichen Produkten, Weihnachtsbäume.

Darüber hinaus bot sie, entsprechend der jahreszeitlichen Tradition, Glühwein und einige Geschenkartikel zum Verkauf an. Den Erlös, so beschloss der Familienrat, spendeten sie als Weihnachtsüberraschung dem stationären Hospiz "Haus Erftaue". Insgesamt kamen 1.900,- Euro zusammen, die Catharina Briem vor wenigen Tagen unter dem Weihnachtsbaum auf ihrem Hof Annetraut Kaspers, Mitglied des "Beirat Haus Erftaue", überreichte.

Erftstadt, Januar 2012


Große Freude über Rekord-Spende

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In jedem Jahr führen die VR-Banken im Rhein-Erft-Kreis ein Golfturnier durch, dessen Startgelder sie für eine soziale Einrichtung spenden.

Im vergangenen Jahr erzielten die Veranstalter einen Rekordbetrag von 6.000,- Euro, den sie dem stationären Hospiz "Haus Erftaue" zu weiteren baulichen Verbesserungen des Balkons, der von den Hausgästen und ihren Besuchern je nach Witterung als "zusätzlicher Wohnraum" sehr geschätzt und auch gerne genutzt wird, bereitstellten. Von dieser Spende konnte eine Windschutzwand und eine neue Markise beschafft werden. Nach Beendigung der baulichen Maßnahmen übergaben Vorstandsvertreter der beteiligten VR-Banken einen Scheck und die damit finanzierten Gewerke an die Vertreter der Hospiz im Rhein-Erft-Kreis gemeinnützige GmbH, die gleichberechtigter Mitgesellschafter der Trägerorganisation von Haus Erftaue ist.

Erftstadt, Januar 2012


Vergänglichkeit in der Kunst - Ausstellung im Haus Erftaue

Foto - der Künstler Tony Schreiber steht vor einem seiner Bilder im Flur von Haus Erftaue. Links neben ihm betrachtet ein Mann das an der Wand hängende Bild. Rechts neben ihm steht eine Mitarbeiterin von Haus Erftaue.

Das Jubiläumsjahr des stationärem Hospiz Haus Erftaue, beschließt eine Ausstellung, in der der Erftstädter Grafiker und Maler, Toni Schreiber, Motive aus der Natur zum Schwerpunktthema gewählt hat. Vor allem die Schönheit der Vergänglichkeit wie Zerbrochenes, Vertrocknetes oder Abgeschnittenes erhalten durch lupen-exakte wie detailreiche Darstellung eine unerwartete Farbigkeit, Würde und Wert. So trägt das zarte, respektvolle "Sichtbarmachen", z.B. vertrockneter Tulpen- oder Amaryllisblüten zu einer spirituellen Aussagekraft bei, die den Betrachter innehalten lässt und zu einer nachdenklichen Zwiesprache anregt. Aus diesem Grund stellt der Künstler seiner Ausstellung ein Gedicht von Walt Whitman voran:

Ich glaube ein grashalm ist nicht geringer als das tagwerk der sterne
und die ameise nicht minder vollkommen
und des zaunkömigs ei und ein sandkorn
und die baumkrone ist ein meisterstück vor dem höchsten
und die Brombeerranken könnten die hallen dem himmels schmücken
und das schmalste gelenk meiner hand spottet aller technik
und die kuh die wiederkäut mit gesenktem kopf
übertrifft jeden bildwerk
und eine maus ist wunder genug
um millionen ungläubige wankend zu machen

Die Ausstellung ist bis Ende Februar 2012 täglich von 15.00 - 18.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Erftstadt, Dezember 2011


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